Hörselbergwanderung

 mit dem Integrationszentrum Wutha

Wutha-Farnroda, 5. August 2016 - Das Integrationszentrum Wutha stellt eine Art Schulhort für alle Kinder aus dem Einzugsgebiet rund um Wutha dar. Es ist insbesondere dafür gedacht, Kinder mit Migrationshintergrund den Weg zur Integration in die deutsche Lebensweise und zum Verständnis der deutschen Kultur zu ebnen.
Es besuchen aber nicht nur Kinder aus anderen Kulturkreisen diese Einrichtung, auch deutsche Kinder fühlen sich dort wohl und verbringen ihre Freizeit. Die Betreuerinnen stammen aus verschiedenen sozialen Einrichtungen und sorgen für Ordnung und Sauberkeit, geben den Kindern aber auch bei Problemen Hilfe und Unterstützung. Außerdem gestalten sie, besonders jetzt in den Schulferien, kleinere Veranstaltungen, um Abwechslung in den Ablauf des Integrationszentrums zu bringen.

Die Betreuerinnen traten an unsere Hörselberggemeinde e.V. heran, ob wir sie bei dieser Arbeit unterstützen könnten. Aus diesem Grunde organisierten wir für den 5. August 2016 eine kleine Wanderung über den Kleinen Hörselberg. Pünktlich 10 Uhr trafen sich 19 kleinere und größere Kinder mit ihren drei Betreuerinnen und Herrn Saalfeld von der Hörselberggemeinde e.V. vor dem Integrationszentrum in Wutha auf dem Mölmen. Es war ein recht buntes Grüppchen, was nicht nur die Hautfarbe, sondern auch Wissbegierde und Interessen betraf. Auch die Verständigung war recht unkompliziert.

Viele Kinder sprachen sehr verständlich Deutsch, und wo dies noch nicht so ausgeprägt war, halfen sie sich untereinander. Es waren aber auch einige deutsche Kinder in der Gruppe, die zur Verständigung beitrugen. Nach einem Gruppenfoto vor der Tür ging es los. Wir marschierten in Richtung  Bahnhof und machten ersten Halt auf der Hörselbrücke. Dort wurde den Kindern der Aufbau und die Herkunft der Muschelkalkberge erklärt und mit sehr viel Interesse aufgenommen. Von den älteren Kindern wurden sogar spontan Fragen zur Geologie und Biologie der Hörselberge gestellt.

Dann ging es den Treppenweg von der Weinbergstraße aus hinauf bis zum „Berggasthaus Kleiner Hörselberg“, und weiter bis zum Rastplatz an der ehemaligen Autobahn. Dort hatten wir ein Fahrzeug abgestellt, welches mit frisch geschmierten Brötchen beladen war. Auch Getränke und Frischobst gab es. Eigentlich sollte all dies erst auf dem Rückweg verspeist werden, aber die Kinder hatten nun Durst und Hunger und baten deshalb gleich Mittagsrast zu machen. Es wurde dem Wunsch entsprochen und es war unser Glück.

Denn nach einiger Zeit zeigten sich aus Richtung Ruhla die ersten dicken Regenwolken, die auch uns in kurzer Zeit erreichen würden. Deshalb, und weil im Grunde alle auch gesättigt waren, packten wir alles schnell ein. Bei der hilfreichen Wirtin vom „Berggasthaus Kleiner Hörselberg“ fand sich ein Unterschlupf, und Frau Nürnberg teilte dazu Ausmalblätter und Buntstifte aus, so dass die jüngeren Kinder beschäftigt waren. Leider ließ der Regen aber nicht nach, und so mussten wir unseren Ausflug abbrechen.

In das Verpflegungsfahrzeug setzten sich zwei Betreuerinnen und zwei Kinder, und alle fuhren zum Mölmen, wo die beiden Betreuerinnen zwei weitere Fahrzeuge holten und so alle anderen Kinder, halbwegs trocken, nach Hause fuhren. Wir von der Hörselberggemeinde hatten uns neben der Wanderung auch einen Spielnachmittag  mit Büchsen- und Ringe- Werfen vorgestellt, aber dies heben wir uns auf, wenn der Wandertag im September oder Oktober nachgeholt wird.

Hans-Joachim Saalfeld, Hörselberggemeinde e.V.