Hexentanz am Kleinen Hörselberg
Walpurgisnacht der Hörselberggemeinde auf den Terrassen des Berggasthauses

Maske: Saskia Saalfeld *** Fotos: Saskia Saalfeld, Hans-Joachim Saalfeld, Udo Heyl

Berggasthaus Kleiner Hörselberg, 30. April 2016 - Auch in diesem Jahr in der Walpurgisnacht flogen die Hexen wieder auf dem Hörselberg ein. Sie kamen aus nah und aus fern, auch aus Frankreich und vom Brocken. Sie warteten hier auf den Teufel und wollten ihn unter die Haube bringen.
Der Tod eröffnete den Höllenreigen und kündigte die jungen und die alten Hexen an. Dann trat des Teufels Großmutter auf, die es auf ihre alten Tage satt hatte, sich über ihren Sohn zu ärgern. Der war im Berliner Luxushotel Adlon und hatte dort als Gourmetkoch vielen Prominente und Mächtigen feine und teure Speisen zubereitet. Jetzt sollte er endlich in die Unterwelt zurückkommen und heiraten.
Ein Dutzend Hexen wollten den stattlichen Teufelsmann natürlich für sich haben. Aber die Punschhexe Elfriede machte allen anderen einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder tanzten alle um das Feuer. Der Teufel hatte seinen Lehrling Uri Alex mitgebracht, der auch gleich ein Auge auf die Hexen-Azubine Marie warf. Das Possenstück endete mit einer Doppelverlobung von Uri Alex mit Marie und dem Teufel mit Elfriede. Die Hochzeit wurde auf das nächste Jahr verschoben, weil der Priester nicht zu finden war.
Die Hörselberggemeinde führt nun seit 2005 den Hexentanz zur Walpurgisnacht auf. Die Zuschauer waren auch diesmal wieder begeistert. Am Ende der Vorstellungen um 18 und um 20 Uhr durften auch die Kinder mit ihren Besen um das Feuer tanzen. Das Stück hatten Saskia und Hannelore Saalfeld geschrieben, die auch als Teufels Großmutter und als Hexe Hulda zu sehen waren. Auch die drei jungen Darsteller Hexe Tilda, Hexe Marie und Teufel Uri Alex kamen beim Publikum gut an.
Das Berggasthaus auf dem Kleinen Hörselberg sorgte für Rostbrätel, Bratwürste und Getränke. Den Darstellern und den etwa 300 Zuschauern hatte der Hexentanz sehr gut gefallen. Eine Fortsetzung soll es im nächsten Jahr geben.
        

Udo Heyl