Stadtwanderung in Sonneberg
Besuch der Hörselberggemeinde e.V. in der Spielzeugstadt
Sonneberg, 18. Januar 2015 - Schon um 07.02 Uhr fuhr der Regionalzug die 18 Teilnehmer der diesjährigen Stadtwanderung  vom Bahnhof Eisenach ab, da es auf der Strecke eine Baustelle mit Schienenersatzverkehr gab. Drei Stunden dauerte die Fahrt, dann traf man in Sonneberg ein.
Vor dem Bahnhof wartete schon der „Geist des Spielzeugmuseums“. Ein Mann, als Nachtwächter gekleidet, zeigte den Stadtwanderern die teilweise sehr schön restaurierten ehemaligen Handelshäuser und Spielzeugfabriken. Dazu erzählte er sehr viel Wissenswertes aus der Geschichte der fränkischen Stadt im Süden Thüringens. Sonneberg wurde bis vor dem 1. Weltkrieg die Welthauptstadt des Spielzeuges genannt. Fast 400 größere und kleinere Spielzeugfabriken gab es damals, dazu eine Menge Zulieferer für die benötigten Utensilien. Spielzeug aus Porzellan, Metall, Holz und Papiermaché wurde in die Vereinigten Staaten und in alle Welt exportiert.
Kurz vor Zwölf Uhr wurde im griechischen Restaurant „Dionysos“ zu Mittag gegessen. Es schmeckte gar köstlich und die meisten hatten zu tun, um die Teller zu leeren.
Nach dem Mittagessen ging es dann in das Sonneberger Spielzeugmuseum, das älteste in Deutschland. Dieses ist erst im letzten Jahr renoviert worden und auch die Sammlungen waren neu geordnet. Es gab viel zu sehen und jeder erkundete allein oder in kleinen Trüppchen die alten und neueren Spielwaren. Bemerkenswert ist das lebensgroße Schaubild "Thüringer Kirmes", das auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 ausgestellt war.

Um 16.00 Uhr fuhr der Zug zurück nach Eisenach. Kurz vor 19.00 Uhr kamen die Ausflügler wieder in Eisenach an. Die meisten waren zwar etwas müde und steif vom langen Sitzen, aber glücklich und zufrieden über diesen schönen, erlebnisreichen Tag.

  
hajosa